Gefässerkrankungen stellen
einen sehr grossen Anteil in der täglichen ärztlichen
Praxis. Im Vordergrund stehen die in jedem Lebensalter sehr häufig
vorkommenden Krampfadern (Varizen). Verschiedene Ursachen führen
zur Veränderung der venösen Zirkulation und früher
oder später zu Venenerkrankungen. Jeder zweite hat und jeder
achte Erwachsener klagt in unseren modernen Industrieländern über
Venenleiden. Venöse Erkrankungen der unteren Extremitäten
sind zur Zivilisationskrankheit geworden.
Besonders beim Vorliegen vererbter Faktoren führt oft
das lange Stehen oder Sitzen und auch das Tragen von modischen
ungeeigneten Schuhen zu venösen Zirkulationsstörungen
und letzten Endes zu leichten bis schweren Venenerkrankungen.
Bereits im Anfangsstadium der Varizen (Krampfadern) können
unangenehme Symptome wie müde und schwere Beine, Kribbeln
und geschwollene Knöchel am Abend auftreten. Ein weiteres
Symptom ist das automatische Hochlagern der Beine am Abend.
Dies sind die ersten Anzeichen der Veränderung im venösen
Zirkulationsbereich. Dieser Zustand wird als „prävariköses
Stadium“ bezeichnet.
Das prävariköse Stadium signalisiert, dass das durch
die Arterien in die Beine gelangte Blut Mühe hat, durch
die Venen wieder aufzusteigen. Dadurch wird der gesamte Kreislauf
verlangsamt. Das Blut bleibt in den Beinvenen und insbesondere
in den Kapillaren, jenen feinen Haargefässen, welche die
Haut und Muskeln mit wichtiger Nahrung versorgen, liegen. Diese
Veränderungen der Mikrozirkulation führen zu den
bekannten Symptomen wie Kribbeln, müde und schmerzende
Beine. Dies sind die ersten Signale um vorbeugende Massnahmen
zu treffen, damit sich eine Weiterentwicklung zu schwereren
Stadien verhindern lassen.
Hier dürfen diese ersten Krankheitszeichen von Venenleiden
nicht vernachlässigt werden, denn sie sind oft die Vorstufen
von: Venenentzündungen, Thrombosen, Krampfadern, geschwollen
Beinen bis hin zu offenen Beinen. |
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